Frantastique und die frankophone Kultur

Jeden Tag werden Sie ein Zitat mit anderen Akzenten, Filmauschnitte, Lieder und mehr hören, damit Sie die Vielfalt der französischen Kultur auf der ganzen Welt erkunden können.


Le film du jour : À bout de souffle

« Si vous n’aimez pas la mer, si vous n’aimez pas la montagne, si vous n’aimez pas la ville, allez vous faire foutre ! » À bout de souffle , Jean-Luc Godard, 1960


Der Clip des Tages stammt aus À Bout de Souffle (Außer Atem), einem Filmklassiker des französischen Kinos der Nouvelle Vague in den 60er Jahren. Außer Atem ist die Geschichte eines Autodiebes (Jean-Paul Belmondo), der sich in eine junge amerikanische Studentin (Jean Seberg) verliebt. Dieser Film der Nouvelle Vague ist aufgrund des Einsatzes verschiedener neuer filmischer Mittel eine Abkehr vom traditionellen Kino der damaligen Zeit. So wurden Handkameras, Jazzmusik und natürliches Licht verwendet, und es stand nur ein begrenztes Budget zur Verfügung. Der Film ist eine moderne Darstellung der Tragödien des Lebens, in dem ein Mann außer Atem von einer Frau verraten wird und in dem nur die Kunst über dem Leben stehen kann.

Le film du jour : Diva

« Le zen dans l’art de la tartine. (...) Y’a plus de couteau, y’a plus de pain, y’a plus de beurre. Y’a plus qu’un geste qui se répète... » Diva , de Jean-Jacques Beineix, 1981


Der heutige Clip stammt aus Diva , du réalisateur français Jean-Jacques Beineix, 1981. Film policier caractéristique du cinéma d’auteur des années 1980 dans un Paris aux couleurs bleues de l’aurore. Dans l’extrait, le personnage de Serge Gorodish (Richard Bohringer) initie le héros Jules à l’art français de la tartine.

La citation du jour : Victor Hugo

« Ce que j’étais hier, je le serai demain. » Victor Hugo, Les Sept Merveilles du monde , dans La Légende des siècles

Das Zitat des Tages stammt aus dem Gedicht Les Sept Merveilles du monde (Die sieben Weltwunder), das zum ersten Mal in der Sammlung La Légende des siècles von 1877 erschien. In dieser riesigen Textsammlung schreibt Victor Hugo über die menschliche Geschichte und Evolution und verknüpft Szenen aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

La chanson du jour : Pas mon papa

« La nuit, je rêve de baffes et de gros zéros De fautes d’orthographe et de Victor Hugo » Pas mon papa , de Henri Salvador, 1960


Der heutige Song ist von Henri Salvador (1917 - 2008). Dieser französische Sänger mit der Honigstimme wurde in Französisch-Guyana geboren und war ein Freund des Boulespiels. Sein Stil kombiniert elegant kreolische Rhythmen, Jazz, Blues und Bossa Nova. Er begann seine Karriere in den Kabarett-Clubs der 30er Jahre und wandte sich später der Popmusik zu. Er schrieb und coverte viele bekannte Lieder, darunter Maladie d’amour , Une chanson douce , Syracuse , Le lion est mort ce soir , etc.

La chanson du jour : Le poinçonneur des Lilas

« J’fais des trous, des p’tits trous, encore des p’tits trous Des p’tits trous, des p’tits trous, toujours des p’tits trous Des trous de seconde classe, des trous de première classe. » Le Poinçonneur des Lilas , de Serge Gainsbourg (« Du chant à la une ! »), 1958


Der Song des Tages wurde von dem französischen Kult-Schlagersänger '''Serge Gainsbourg''' (1928- 1991) geschrieben, komponiert und gesungen. Serge Gainsbourg war ein berühmter Songschreiber, Komponist und Sänger, und sein Lied Le poinçonneur des Lilas war sein erster großer Hit. Die Akkorde erinnern an die bekannte James-Bond-Eingangsmelodie. Gainsbourg hat selbst immer behauptet, die Melodie einige Jahre vor dem Film komponiert zu haben! Der Song handelt von der Geschichte eines Kontrolleurs in der Pariser Metro, der die Fahrkarten locht. Daher der Refrain 'Ich mache Löcher, kleine Löcher'. Das Lied wurde von vielen Künstlern und Bands gecovert, so auch von Hugues Aufray, Les Doigts de l'homme, Tryo, Alfa Rococco und anderen.

Le film du jour : Jules et Jim

« On s’est connus, on s’est reconnus, On s’est perdus de vue, on s’est r’perdus d’vue On s’est retrouvés, on s’est réchauffés, Puis on s’est séparés. » Jules et Jim , de François Truffaut, 1962


Das Lied des Tages, Le tourbillon de la vie ('Der Trubel des Lebens'), stammt aus dem Film Jules und Jim , bei dem François Truffaut Regie führte und der auf einem Roman von Henri-Pierre Roché beruht. Es handelt von einer Dreiecksgeschichte: Jules und Jim sind zwei Freunde, die sich in die gleiche Frau verlieben, die von Jeanne Moreau dargestellt wird. Diese freie Frau verspürt den Wunsch nach der uneingeschränkten Liebe und erlegt den anderen ihre Regeln auf. Damit sorgt sie für einen ständigen 'Trubel des Lebens'. Dieser Film wird allgemein als Meisterwerk angesehen und ist zu einem Klassiker des französischen Kinos geworden.

Le film du jour : La Haine

« C’est à moi qu’tu parles, mec ? » La Haine , de Mathieu Kassovitz, 1995


Der Clip des Tages stammt aus La Haine , einem beeindruckenden französischen Film, bei dem Matthieu Kassovitz Regie führte. Der Film thematisiert die Gewalt in den Pariser Vororten, die Schwierigkeiten bei der sozialen Integration und die Beziehung zwischen sozial benachteiligten Jugendlichen und der Polizei. La Haine hat nicht nur das Kino insgesamt stark beeinflusst, sondern auch die französische Gesellschaft. Bei den Filmfestspielen in Cannes erhielt der Film 1995 den Preis in der Kategorie für 'die beste Regie'. Er wurde außerdem mit drei Césars ausgezeichnet, darunter in der Kategorie für den besten Film. Der französische Schauspieler Vincent Cassel (1966 - ) spielt die Hauptrolle des Vinz. Die Szene in der heutigen Lektion ist eine direkte Anlehnung an Robert De Niros klassischen Ausspruch vor dem Spiegel in Martin Scorseses Taxi Driver ('You talkin’ to me?'). Dieser Spruch ist in Frankreich zum Kult geworden.

La citation du jour : Frédéric Beigbeder

« Tout écrivain est un ghostbuster : un chasseur de fantômes. » Frédéric Beigbeder, Un roman français , 2009

Das Zitat des Tages stammt von Frédéric Beigbeder (1965 - ), einem französischen Schriftsteller, Kritiker, Regisseur und TV-Moderator. Beigbeder schrieb verschiedene Romane, darunter 99 Francs , L’amour dure trois ans und Un roman français , für den er den Prix Renaudot, einen renommierten französischen Literaturpreis, erhielt.